Sicherheitsbestand

    Safety Stock

    Die Nachfrage ist nie genau das, was Sie erwartet haben, und ein Lieferant ist nicht immer pünktlich, deshalb halten Sie einen Puffer an zusätzlicher Ware vor, den Sie normalerweise nicht antasten. So überstehen Sie eine absatzstarke Woche oder eine verspätete Lieferung, ohne dass Regale leer bleiben und Verkäufe entgehen. Dieser Puffer heißt Sicherheitsbestand, englisch Safety Stock.

    Eine einfache Art, ihn zu bemessen: Nehmen Sie Ihren höchsten Tagesabsatz und Ihre längste realistische Wiederbeschaffungszeit und multiplizieren Sie beide, und ziehen Sie den durchschnittlichen Tagesabsatz mal die durchschnittliche Wiederbeschaffungszeit ab. Die Differenz ist der Puffer, der eine absatzstarke Phase in Verbindung mit einer langsamen Lieferung abfängt. Statistiker nutzen eine feinere Formel, die berücksichtigt, wie stark die Nachfrage schwankt; für einen kleinen Betrieb ist die einfache ein sinnvoller Anfang.

    Mehr Sicherheitsbestand bedeutet weniger Fehlbestände und mehr gebundenes Geld im Regal. Planen Sie mehr ein für Produkte, die sich schnell verkaufen, schwer zu ersetzen sind oder von einem langsamen oder unzuverlässigen Lieferanten kommen, und weniger für Langsamdreher, die Sie binnen Tagen auffüllen.

    In der Praxis

    Ein Shop verkauft im Schnitt 20 Stück eines Produkts pro Tag, höchstens 30. Der Lieferant braucht im Schnitt 10 Tage und bis zu 14, wenn es zäh läuft. Sicherheitsbestand = (30 × 14) − (20 × 10) = 420 − 200 = 220 Stück. Dieser Puffer kommt zu dem Bestand hinzu, der für die normale Wiederbeschaffungszeit nötig ist.

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